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Wärmepumpe im Altbau: Was wirklich geht

Ist Ihr Bestandsbau wirklich nicht WP-tauglich? Drei Mythen, drei Fakten — und eine Checkliste.

8 Min. Lesezeit

„Wärmepumpe im Altbau funktioniert nicht" ist einer der hartnäckigsten Mythen der deutschen Heizungsdebatte. In Wahrheit haben moderne Geräte längst Vorlauftemperaturen von 70 °C und darüber im Repertoire — der Knackpunkt liegt nicht beim Gerät, sondern beim System.

Mythos 1: Nur Fußbodenheizung

Falsch. Auch klassische Heizkörper können mit Wärmepumpe betrieben werden, solange sie ausreichend dimensioniert sind. In den meisten Bestandsbauten sind die Heizkörper sogar überdimensioniert, weil sie damals auf hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt wurden.

Mythos 2: Erst sanieren, dann WP

Nicht zwingend. Studien des Fraunhofer ISE zeigen, dass auch in unsanierten Häusern Jahresarbeitszahlen von 3,0 erreicht werden — wirtschaftlich oft besser als eine teure Vollsanierung vor dem Heizungstausch.

Mythos 3: Zu laut für die Nachbarschaft

Aktuelle Außengeräte liegen bei 35–45 dB(A). Mit korrekt geplantem Aufstellort und einem Schallschutzelement werden die TA-Lärm-Grenzwerte (40 dB nachts in Wohngebieten) zuverlässig eingehalten.

Die Checkliste

1) Heizlast nach DIN 12831 berechnen lassen. 2) Heizkörper auf Vorlauftemperatur 55°C prüfen. 3) Hydraulischen Abgleich planen. 4) Förderfähigkeit BAFA prüfen. 5) Aufstellort & Schallabstand klären.

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